Meine Lesereise · Journaling · Gedanken
Wie Bücher und Journaling einen Platz in meinem Leben gefunden haben
Ich hätte im Juli 2026 nicht gedacht, dass Bücher und Journaling einmal so einen großen Platz in meinem Leben bekommen.
Damals habe ich einfach nach einem Ausgleich gesucht. Nach etwas, das meine Gedanken für einen Moment leiser macht. Heute gehört mein Buch am Abend genauso zu meinem Alltag wie mein Journal, in das ich meine Gedanken, Ziele und kleinen Dinge aus dem Tag schreibe, für die ich dankbar bin.
Der Sommer, in dem ich etwas für mich gesucht habe
Im Juli 2026 war ich an einem Punkt, an dem sich mein Alltag plötzlich ganz anders angefühlt hat.
Mein Mann und ich waren zu diesem Zeitpunkt schon seit 1 Jahr und 8 Monaten im Kinderwunsch. Dann war ich endlich schwanger. Und kurz darauf mussten wir uns wieder von diesem kleinen Glück verabschieden.
Eine Fehlgeburt ist schwer in Worte zu fassen. Bei mir war da vor allem dieses Gefühl von Leere und Traurigkeit. Der Alltag musste trotzdem weitergehen, obwohl sich innerlich vieles überhaupt nicht nach Alltag angefühlt hat.
Ich habe versucht, mich abzulenken und mich an positiven Gedanken festzuhalten. Aber natürlich verschwinden Gedanken nicht einfach, nur weil man versucht, nicht darüber nachzudenken.
Also habe ich nach etwas gesucht, das mir einen kleinen Abstand gibt. Etwas, das nur für mich ist. Ich wollte meinen Kopf für einen Moment leiser machen.
Und dann habe ich Lesen und Journaling für mich entdeckt
Ich hatte vorher nicht diese große Lesetradition. Im Juli habe ich das Lesen für mich wirklich neu entdeckt. Und ziemlich schnell gemerkt, wie gut es mir tut.
Mein erstes Buch war LET THEM. Dazu kam The Secret. Später habe ich Good Vibes, Good Life gelesen. Gerade diese Bücher haben meine Gedanken und mein Mindset in dieser Zeit sehr geprägt.
Beim Lesen konnte ich für eine Weile aus meinem eigenen Kopf raus. Ich konnte mich auf eine Geschichte konzentrieren, neue Gedanken kennenlernen oder mich einfach mit etwas anderem beschäftigen.
Und manchmal war genau das nötig. Nicht, um meine Situation schönzureden. Nicht, um den Kinderwunsch wegzuschieben. Einfach, um zwischendurch mal nicht nur darüber nachzudenken.
Mein Lieblingsmoment ist bis heute der Abend
Kerzen an. Tee gemacht. Räucherstäbchen angezündet. Buch aufgeschlagen.
Vielleicht noch mein Journal daneben.
Für mich ist daraus ein richtig kleines Abendritual geworden.
Das klingt vielleicht nach einer Kleinigkeit. Für mich ist es das auch. Aber genau diese kleinen Dinge haben mir in dieser Zeit gutgetan.
Ich konnte abschalten. Ich konnte zur Ruhe kommen. Und ich hatte das Gefühl, mir selbst wieder ein bisschen Raum zu geben.
Gerade die Gedanken aus meinen Büchern haben mir dabei geholfen, manches anders zu betrachten. Dinge nicht ständig kontrollieren zu wollen. Mich auf das zu konzentrieren, was ich beeinflussen kann. Und gleichzeitig anzunehmen, dass nicht alles sofort eine Antwort braucht.
„Es kommt so, wie es kommen soll.“
Dieser Gedanke hat mir persönlich sehr geholfen.
Journaling ist für mich mehr als ein hübsches Notizbuch
Irgendwann kam zum Lesen noch das Journaling dazu.
Heute schreibe ich nicht jeden Tag das Gleiche auf. Manchmal geht es um Dankbarkeit. Manchmal um meine Ziele. Manchmal um etwas, das bei der Arbeit passiert ist. Manchmal schreibe ich einfach auf, was gerade in meinem Kopf herumgeht.
Besonders wichtig ist für mich der Gedanke der Dankbarkeit geworden.
Ein Beispiel, das für mich im Zusammenhang mit dem Kinderwunsch sehr wichtig ist: Ich bin dankbar dafür, dass ich weiß, dass ich auf natürlichem Weg schwanger werden kann.
Natürlich ist der Kinderwunsch noch da. Er ist nicht plötzlich verschwunden, nur weil ich mehr lese oder journal.
Aber ich gehe heute anders damit um. Ich weiß für mich: Es kann grundsätzlich auf natürlichem Weg funktionieren. Die Frage ist für mich nicht mehr nur „Ob?“, sondern auch „Wann?“. Und genau dieser Gedanke macht mich entspannter.
Das bedeutet nicht, dass ich keine traurigen Tage mehr habe. Natürlich gibt es die. Aber ich habe heute mehr Möglichkeiten, mit meinen Gedanken umzugehen.
Ich schreibe nicht nur über schwere Dinge
Das finde ich an Journaling inzwischen besonders schön.
Mein Journal ist nicht zu einem Ort geworden, an dem ich jeden Tag meine Probleme analysiere. Im Gegenteil.
Ich schreibe auch über meine Ziele. Zum Beispiel darüber, dass ich irgendwann aus meinem 9-to-5 raus möchte. Ich halte Fortschritte fest. Kleine Dinge, die an einem normalen Tag schnell untergehen würden. Dinge, für die ich dankbar bin.
Ich nutze dabei auch ein geführtes 6-Minuten-Dankbarkeitstagebuch, in dem ich bestimmte Fragen zum Tag beantworte. Und ich habe ein freies Journal, in dem ich einfach schreiben kann, was mir gerade durch den Kopf geht.
Genau diese Mischung mag ich.
Und irgendwie ist daraus viel mehr geworden
Was im Juli mit dem Wunsch nach einem kleinen Ausgleich angefangen hat, ist inzwischen ein Teil meiner Persönlichkeit und meines Contents geworden.
Ich liebe Bücher. Ich liebe es, über Bücher zu sprechen. Ich mag gemütliche Leseabende, Kindle-Content, Buchrezensionen und diese kleinen Bookish-Momente, die den Alltag schöner machen.
Gleichzeitig liebe ich Journals, Planner und alles, was dabei hilft, Gedanken, Ideen und den eigenen Alltag ein bisschen festzuhalten.
Warum ich euch das überhaupt erzähle
Ich möchte, dass ihr versteht, warum Bücher und Journaling heute so viel Raum auf meiner Seite bekommen.
Es ist nicht einfach ein neues Thema, das ich mir ausgesucht habe, weil es gerade gut zu meinem Content passt.
Es ist aus einer echten Phase meines Lebens entstanden. Aus einer Zeit, in der ich etwas gebraucht habe, das mir guttut. Und aus kleinen Abenden mit einem Buch, einem Tee und einem Journal ist irgendwann etwas entstanden, das ich heute wirklich liebe.
Vielleicht kennt ihr dieses Gefühl auch. Dass man nicht unbedingt eine große Lösung braucht. Manchmal braucht man einfach einen Ort, an dem der Kopf für eine Weile leiser werden darf.
Bei mir ist dieser Ort irgendwann zwischen Buchseiten und leeren Journal-Seiten entstanden.
Und genau deshalb nehme ich euch jetzt ein Stück auf diese Reise mit.